Impulsvortrag und World Café
Apokalypse für Deutschland
Eine paradoxe Inter­vention gegen Hoffnungs­losigkeit angesichts der Krisen dieser Welt.
Prof. Maja Dshemuchadse (Kommunikationspsychologie)
Prof. Stefan Scherbaum (Methoden der Psychologie und kognitive Modellierung)

22.09.2022
17:00–20:00
Ort: Grüne Ecke
Bischofsplatz 6

A
nstatt darüber nachzudenken, wie wir die Welt retten und uns auf den verschiedenen Krisenschauplätzen (Klima, Pandemie, Krieg etc) gleichermaßen zu verausgaben und dabei nur auf Widerstand zu stoßen, weil das ja meist mit Verzicht und persönlichen Einschränkungen verbunden ist, ist es das Ziel, sich zu fokussieren und bestimmte Apokalypsen zu vermeiden, andere aber in Kauf zu nehmen. Um das am Ende demokratisch entscheiden zu können, müssen erstmal verschiedene apokalyptische Szenarien entwickelt werden und das soll im Workshop geschehen. Dabei werden Kosten der Apokalypse und Kosten ihrer Vermeidung gegenübergestellt, aber auch mögliche Potentiale der apokalyptischen Szenarien (Menschen sterben, Natur erholt sich) zusammen getragen. Dieses Vorgehen soll im Sinne einer paradoxen Intervention eine Auseinandersetzung mit den uns bevorstehenden Disruptionen ermöglichen, ohne den Widerstand gegen Veränderungszwang und Anpassungsleistungen hervorzurufen.

Veranstaltungsinfos

22.09.2022
17:00–20:00
Ort: Grüne Ecke
Bischofsplatz 6
Teilnahme kostenlos


Eine Veranstaltung von:

Prof. Maja Dshemuchadse & Prof. Stefan Scherbaum
Maja Dshemuchadse ist Professorin für Kommunikationspsychologie an der Hochschule Zittau/Görlitz und Stefan Scherbaum ist Professor für Methoden der Psychologie und kognitive Modellierung an der TU Dresden. Sie beschäftigen sich beruflich und privat mit der Klimakrise aus systemtheoretischer und psychologischer Perspektive. Beide haben neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit eine Ausbildung zum Systemischen Therapeuten absolviert, die sie inspiriert, nach Lösungen im Paradoxen zu suchen.